Bier




Bier - Die große Vielfalt beim Biergenuss

Bier ist ein uraltes Getränk und Kulturgut. Als „flüssiges Brot“ hatte es früher sogar einen gewissen Stellenwert als Nahrungsmittel. Spätestens seit dem Reinheitsgebot von 1516 unterliegt der Biergenuss einer strengen Qualitätskontrolle. Während sich hierzulande vor allem Biersorten des Typs Lagerbier etabliert haben, werden in anderen Ländern weitere Bierspezialitäten gebraut, die im Zuge des Craft Beer Trends immer breitere Beliebtheit genießen.

Wie macht man eigentlich Bier?

Viele Zutaten braucht es dazu nicht: Hopfen, Gerste und Wasser genügen eigentlich. Der Alkoholgehalt entsteht aus der Vergärung von Malzzucker aus dem Getreide, normalerweise Gerste. Die Gerste wird vorher zum Keimen gebracht oder gemälzt und anschließend wieder getrocknet. Für dunkle Biersorten wird das Malz geröstet. Im Malz entstehen wichtige Enzyme. Beim Maischen wird das Gerstenmalz zusammen mit Wasser erhitzt. Dabei wird aus dem Malz Malzzucker gelöst. Beim anschließenden Läutern setzen sich die festen Stoffe ab, übrig bleibt der flüssige Teil, die Würze. Diese Würze wird zusammen mit Hopfen gekocht. Je nachdem wie stark gehopft wird, schmeckt das Bier mehr oder weniger herb. Auch fruchtige Aromen kommen aus dem Hopfen. Durch das Kochen wird die Würze auf die Stammwürze konzentriert. Die Konzentration der Stammwürze entscheidet über den späteren Alkoholgehalt. Nach der Klärung der Würze wird diese auf 10-20° C abgekühlt. Schließlich wird die Hefe für die Gärung zugegeben. Sie wandelt den Malzzucker in Alkohol um. Je nach Hefesorte entsteht ein obergäriges oder untergäriges Bier. Die Hauptgärung dauert ca. eine Woche, danach muss das Jungbier noch 4-6 Wochen nachgären und lagern, bis es abgefüllt werden kann. Die Münchener, Dortmunder und Pilsner Brauart unterscheidet sich nur in Details von diesem grundlegenden Brauverfahren.

Geschmacksrichtungen beim Bier

Der Geschmack kann von leicht bis vollmundig, von mild bis hopfig-herb und von trocken bis malzig süß reichen. Verschiedene Sorten von Aromahopfen steuern außerdem fruchtige Noten bei.

Biersorten im Überblick

Je nach verwendeter Hefe unterscheidet man obergärige und untergärige Biere. Bei obergärigem Bier steig die Hefe am Ende des Gärprozesses and die Oberfläche. Fruchtige Aromen mit Bananennoten sind typisch für obergärige Biere wie Weizenbier. Die Gärung benötigt keine Kühlung. Typische obergärige Biere sind neben Weizenbier, Ale, Altbier, Dinkelbier, Kölsch, Stout.

Untergärige Biere gären bei niedrigen Temperaturen. Die meisten hellen Biertypen wie Lagerbier oder Pils sind untergärig. Sie sind kräftig und malzig bis hopfig im Geschmack. Typische untergärige Biersorten sind Export, Lager, Helles, Märzen.

Biersorten werden auch nach Stammwürzegehalt bzw. Alkoholgehalt unterschieden. Die meisten gängigen Biersorten sind Vollbiere, zu den Biersorten mit höherem Alkoholgehalt gehören Starkbiere wie Bockbier. Bockbier gibt es in heller oder dunkler Variante. Meist ist Bockbier dunkler und weniger stark gehopft sowie malzig-süß. Doppelbock hat einen besonders hohen Alkoholgehalt.

Lagerbier wird mit untergäriger Hefe gebraut. Da für dieses Brauverfahren niedrige Temperaturen nötig sind, wurde Lagerbier früher nur im Winter gebraut und konnte in Eiskellern bis zum folgenden Herbst gelagert werden. Märzen ist ein etwas kräftigeres und besonders haltbares Lagerbier, das zu den Zeiten des Brauverbotes im Sommer den Biergenuss für die braufreien Monate von April bis September sicherstellte.

1 2 3 4
0
0
Alle Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Suchergebnisse





Kategorien



Produkte



Multisuche: Suchbegriffe mit Komma trennen